1. Grundsätzliche Zielrichtung.
Der Playmobil FunPark zieht von den beliebtesten Familienfreizeitparks in Süddeutschland und zieht jährlich rund 900000 Besucher an und hier insbesondere Familien mit Kindern im Alter von 3–12 Jahren.
Die Region profitiert bereits vom FunPark. Gleichzeitig besteht erhebliches Potenzial, die touristische Wertschöpfung durch gezielte Gewerbeansiedlungen im unmittelbaren Umfeld weiter auszubauen und den Standort langfristig zu stärken. Die entstehenden Synergien werden sowohl für den FunPark als auch für die Stadt Zirndorf steigende Besucherzahlen und zusätzliche Einnahmen generieren.

2. Strategische Leitlinie „Komplementär statt Konkurrenz“.
Die richtige Strategie ist eine komplementäre Standortentwicklung, d. h. man ergänzt das bestehende touristische Angebot über den FunPark hinaus und schafft dadurch einen Mehrwert anstatt zu konkurrieren.
Das Ziel ist die Entwicklung einer familienfreundlichen, nachhaltigen und wirtschaftlich effizienten Gewerbestruktur, die das touristische Angebot des FunParks ergänzt, nicht konkurriert und dadurch die Aufenthaltsdauer und Ausgabebereitschaft der Besucher erhöht, regionale Arbeitsplätze schafft und die Stadt Zirndorf als Familien- und Freizeitstandort positioniert.

Sinnvoll Ergänzungen

  • Familienfreundliche Gastronomie (z. B. Themenrestaurants, Mitmachküchen, Spielbereiche im Restaurant)
  • Übernachtungsmöglichkeiten: familienfreundliche Hotels, Ferienwohnungen, Tiny Houses, Campingplätze
  • Freizeit- und Erlebnisangebote: Indoor-Spielhallen, Trampolinpark, Kletterparks, Kinderbauernhof, Mini-Golf, Erlebnisbad

Handel und Dienstleistungen:

  • Kinderläden, Souvenirshops, Familienservices (z. B. Kinderarzt, Fahrradverleih)
  • Einbringung des fränkischen Weins und seiner Besonderheit in die Sommermonate
  • Nürnberg als Weihnachtsmarkt Stadt, mit seiner Burg und sonstigen Sehenswürdigkeiten als Partner gewinnen
  • Partnerschaften mit Freizeitbad Palm Beach eingehen (besonders für die Wintermonate geeignet)
  • Erlebnisgastronomie (z. B. Mittelalter-Restaurant, Spielrestaurant)
  • Fahrrad- und Rollerverleih
  • Schaffung einer Sommerrodelbahn
  • Erlebnisbauernhof für Kleinkinder und ältere Kinder
  • Outlet-Center für Spielsachen und Kinderbedarf
  • Bimmelbahn als Kreisverbindung ausgehend vom FunPark (z. B. FunPark, Leichendorf, Bahnhof, Marktplatz, FunPark)
  • Regionale Manufaktur wo Milchspielzeugen
  • Ausbau der Wanderwege mit touristischen Highlights

3. Standortmarketing und Branding Fokus auf.

  • Familienfreundlichkeit und Sicherheit
  • Erreichbarkeit (Parkplätze, ÖPNV, Radwege)
  • Natur- und Freizeitangebote (Grünflächen, Themenwanderwege, Spielplätze)
  • Kooperation mit dem FunPark (z. B. gemeinsame Marketingaktionen oder Kombi-Tickets)
    Beispiel: „Zirndorf Family Hub – Freizeit, Genuss & Übernachtung rund um den Playmobil FunPark“

4. Vernetzung und Kooperation.
Eine erfolgreiche Strategie lebt von Partnerschaften:

  • Zusammenarbeit mit regionalem Tourismusverband
  • Abstimmung mit Stadtplanung & Wirtschaftsförderung (Flächenentwicklung, Bebauungspläne)
  • Beteiligung lokaler Unternehmen und Familienbetriebe

5. Standortpolitische Maßnahmen.

  • Flächen gezielt für familienrelevante Betriebe reservieren
  • Förderprogramme (z. B. für nachhaltige Bauweise oder Familienbetriebe) nutzen
  • Erlebnisachsen zwischen FunPark und Gewerbegebiet schaffen (z. B. Themenweg, Spielstationen)

6. Die Bevölkerung sollte davon profitieren und auch im Vorfeld mit eingebunden werden.
Einbindung der Bürger: Von Beginn an Informationsveranstaltungen, Bürgerbeteiligung, Mitgestaltung von Projekten
Lokale Wertschöpfung sichern: Regionale Lieferketten, lokale Beschäftigung und nach Möglichkeit auch lokale Investoren
Nutzbare Infrastruktur für Einheimische: Keine „Touristeninseln“, sondern offene Angebote (z. B. Schwimmbad, Freizeitpark mit Einheimischen-Rabatt)
Nachhaltige Planung: Verkehrsbelastung, Wohnraumschutz, Umweltspekte berücksichtigen
Kommunikation & Stolz fördern: Erfolgsgeschichten, gemeinsame Markenbildung und den Bekanntheitsgrad weit über Bayern hinaus fördern.

7. Welche Vorteile hat die Stadt dadurch?
Mehreinnahmen durch Gewerbesteueraufkommen. Schaffung neuer Arbeitsplätze im Umfeld der Stadt. Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Zirndorf
Investition in die Zukunft und für das Wohl der Stadt. Alle Errungenschaften die eine solche Erneuerung bringen, stehen auch der einheimischen Bevölkerung zur Verfügung, da diese in der Stadt noch attraktiver gestalten. Schrittweise Erneuerung der Infrastruktur

8. Zeitfenster der Maßnahmen und Entwicklungen.
Aufbauphase und Schaffung der Grundlagen und Strategien: 0–3 Jahre
Ausbau der Beherbergung und Gastronomie: 2–5 Jahre
Schaffung neuer Freizeit und Erlebnisangebote: 3–5 Jahre (größere Projekte 5–10 Jahre)
Anpassung und Neuausrichtung von Handel: 0–3 Jahre
Innerhalb 10 Jahren dürfte die Entwicklung voll durchgeschlagen haben

9. Zusätzliche und wichtige Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung des Vorhabens.
EU-Programme: Interreg, EFRE, LEADER
Bayerisches Wirtschaftsministerium: Förderungen für Tourismusinfrastruktur
Metropolregion Nürnberg: Struktur- & Regionalentwicklungsfonds
Private Investoren & PPP-Modelle: Freizeitparks, Familienhotels, Mobilitätskonzepte

Fazit:
Eine familienorientierte, erlebnisbezogene und komplementäre Gewerbeansiedlungsstrategie ist der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Sie fördert langfristig das Wachstum von Tourismus, Handel und Dienstleistungen, stärkt die regionale Wirtschaftskraft und schafft eine nachhaltige Entwicklung mit Vorteilen für Bürger, Stadt und Besucher gleichermaßen.

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